Ercé liegt im Bett eines ehemaligen Sees und trug früher den Namen „Terro Sancto“ (Heiliges Land) aufgrund seiner zahlreichen Heiligtümer. Heute bilden das Dorf und seine Weiler eine grüne Oase, durchzogen vom klaren Wasser des Garbet.
4.075 ha
Unberührte Natur • Bergweiler • Steinterrassen • Wandern
1806: 3.687
1851: 3.232
1901: 2.723
1921: 1.703
1946: 1.043
1999: 532
2006: 537
2014: 533
Ercé gehörte einst zur Vizegrafschaft Couserans. Die Kapelle Saint-Pierre gilt als eine der ältesten Kapellen der Region. Eine Urkunde aus dem Jahr 1260 garantierte den Einwohnern, dass ihnen Vieh oder Besitz nicht ohne Entschädigung entzogen werden durfte.
1459 wurde die Vizegrafschaft aufgelöst, und 1491 wurden die Herrschaften versteigert. Massat, Ercé und Oust gingen an Arnaud Roger de Comminges.
Zwischen 1800 und 1900 lebten fast 3.000 Menschen in Ercé. Diese hohe Bevölkerungszahl führte zu großer Armut. Die Berghänge wurden in Steinterrassen umgewandelt, um Landwirtschaft zu ermöglichen. Jeder Bauer besaß mehrere Steinscheunen zur Heulagerung.
Zwischen 1850 und 1950 wanderten viele Einwohner aus und verdingten sich als Bärentrainer oder Hausierer. Einige gingen in die USA, wo ihr Erfolg weitere Auswanderung auslöste. Noch heute sollen Restaurants in New York von Familien aus Ercé geführt werden.
Das Leben in den Bergen ist auch heute anspruchsvoll. Während die Talflächen weiter bewirtschaftet werden, erobert der Wald die alten Terrassen zurück. Gleichzeitig fördern Ruhe und Schönheit den Tourismus und bringen neue Bewohner zurück.
Von La Dépêche du Midi zum schönsten Naturdorf der Ariège gewählt.
Ehemaliges Schloss (18. Jh.), heute Hospice Saint-Philippe…
Kirche Mariä Himmelfahrt (16.–17. Jh., denkmalgeschützt)…
Kapelle Saint-Pierre (11. Jh., denkmalgeschützt)…
Weitere Sehenswürdigkeiten: Katalanische Schmiede, Wassermühle, Bärentrainermuseum…